Bildhauer auf Kreta

Kunst in Paleochora

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Die Künstlerinnen und Künstler 2012

Gerhard Stelzhammer

Gerhard StelzhammerDer Bildhauer Gerhard Stelzhammer hat seine Villa Aphrodite zum Ausstellungsort gemacht und mit 10 Künstlerinnen und Künstlern zur Ausstellung eingeladen.Zeitgleich zur Ausstellung hat Gerhard den Skulpturengarten eröffnet. Der Garten wird ab nun eine ständige Ausstellung sein, in der er und weitere Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausstellen können. Wer den Skulpturengarten besuchen möchte, kann sich telefonisch oder besser noch per E-Mail anmelden.In diesem Jahr hat Gerhard seine Skulpturen aus Österreich kommen lassen, um sie auf der Ausstellung zu präsentieren.

 

 

 

 

Kostas Liatakis

Kostas Liatakis

Kostas Liatakis

ist in Paleochora aufgewachsen und ist hier seit vielen Jahren als Künstler aktiv. Mitten in Paleochora hat er eine Werkstatt, die auch für Interessierte offen steht. Auf vielen Wegen rund um Paleochora sind kleine Kunstwerke von ihm zu sehen.Kosta arbeitet mit verschiedensten Materialien – mit Holz, Stein, Glas und Naturmaterialien. Auf der Ausstellung sind Skulpturen und ein Wandbild von ihm zu sehen:

 

 

 

 

 

 

Gail Wareham

Gail Wareham

Gail Wareham

Gail ist Engländerin und lebt mit ihrem Mann seit einigen Jahren in Paleochora. Die Malerin lässt sich von der Landschaft rund um Paleochora inspirieren und hält ihre Eindrücke in unterschiedlicher Form fest. Naturalistisch oder abstrakt, Landschaft oder Tierporträts.Gail malt nicht nur selbst, sondern bietet auch Workshops an. Eine ihrer Schülerin kam zur Ausstellung und war sehr begeistert.

 

 

 

 

 

 

Judy

Judy

Judy

 

Die Schweizerin verbringt einige Zeit in Griechenland. Sie hat eine Ausbildung zur Kunstglaserin gemacht und einige ihrer Glaskunstwerke zur Ausstellung gebracht. Es war eine echte Herausforderung, die grazilen Arbeiten windsicher aufzustellen. Judys Repertoire enthält zudem noch gemalte Bilder, Mosaiken und Plastiken.

 

 

 

 

 

Hans Mandala oder der Last-Minute-Artist?

Hans Mandala

Hans Mandala

Hans lebt in Deutschland und ist mit Paleochora seit vielen Jahrzehnten verwurzelt. Er hat ein Kunststudium absolviert und hat während seines Studiums auf Kreta gearbeitet. Seine Kunstwerke sind Mandalas in verschiedenen Formen. Seit seiner Kindheit befasst der Künstler sich mit Mandalas. In den 90er Jahren hat er einmal ein großes Mandala auf die Tanzfläche in einer Disko am Strand von Paleochora gemalt.
Heute macht er Wandbilder, Amuletten und auch Lampen. Die Amuletten werden mit Hilfe einer Lupe und einem sehr feinen Pinseln erstellt.
Die Idee, Mandalas in Amuletteform herzustellen, entstand als ein Freud auf Weltreise bei ihm Halt machte und Geburtstag feierte Das Geschenk durfte weder viel Gewicht haben noch besonders groß sein. So entstand das erste Amulette Diese Schmuckstücke sind Unikate und haben eine eigene Symbolsprache.
Den Titel Last-Minute-Artist bekam der Künstler, weil er bis zur letzten Minute für die Ausstellung gearbeitet hat und noch Hand anlegen musste, um seine Werke präsentieren zu können 😉

 

 

Efi Fiotaki

2012_Ausstellung_EviDie junge Griechin kam eher zufällig zur Ausstellung. Efi lebt mit ihrer Familie in unmittelbarer Nachbarschaft in Kondoura und erfuhr wenige Tage vor Beginn von der Ausstellung in der Villa Aphrodite.
Efi ist Erzieherin und malt seit einigen Jahren. Viele der Besucherinnen und Besucher waren fasziniert von dem jungen Talent.

 

 

 

 

 

Zoran Koscev

Zoran Koscev

Zoran Koscev

kommt aus Mazedonien. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Paleochora. Mitten im Ort hat er ein Atelie, in dem er Landschaften, Akte und Portraits malt.

 

 

 

 

 

 

 

Silvia Forrer

ist Schweizerin und lebt seit vielen Jahren in Paleochora. In der Schweiz begann sie ihre künstlerische Arbeit. Auf Kreta lässt sie sich von den Farben und Motiven inspirieren. Ihre Werke sind rechts auf dem Bild zu sehen. 

 

Andrea und Arthur

sind Mutter und Sohn. Sie kommen aus Deutschland und waren auf der Durchreise. In den Wochen auf Kreta malten sie und stellten jeweils ein Bild aus.

 

Andrea und Arthur | Silvia Forrer

Entstehungsgeschichte: Hermaphrodite

Hermaphrodite Im Winter 2010 arbeitete ich mit großer Leidenschaft an einer Skulptur, die einen Zwitter bzw. Hermaphrodit darstellt. Anstoß dazu war eine ARTE-Sendung, die das Problem der Zwittergeburten und die damit verbundenen gesellschafts- und sozialpolitischen Probleme darstellte.

Allein in Deutschland soll es jährlich ca. 120 solcher Geburten geben. Während in der Antike solche „Wesen“ verehrt und von einem Gott beseelt betrachtet wurden, gibt es diese Menschen heute, zumindest juristisch betrachtet, gar nicht und das Thema stellt ein großes Tabu dar.

In der griechischen Mythologie entstand der Zwitter in einem Akt der Verführung durch die leidenschaftlich verliebte Nymphe Salmakis. Sie küsste und umschlang Hermophroditos, der sich wehrte und sich entziehen wollte. Die Nymphe bat die Götter Hermes und Aphrodite, dass sie für immer vereint sein mögen. Die Götter entsprachen ihrer Bitte und so entstand ein Zwitterwesen mit Brüsten und männlichen Genitalien. Diese Wesen werden Hermaphroditen genannt.

 

Es entstand eine Skulptur mit großer erotischer Ausstrahlungskraft, die aber auch kontemplativ, vielleicht auch ein wenig melancholisch wirkt. Mich fasziniert die große Spannung, die sich ergibt, wenn beide Geschlechter in einer Person dargestellt werden. Verstärkt wird dies durch den erigierten Penis (Lust) und die melancholisch, kontemplative Kopfhaltung bzw. Gesichtsausdruck. Lust und Leid sind seit Beginn Thema meiner Arbeit.  Dazu passt auch folgendes Gedicht, das ich 1998 niederschrieb:

„Alles Leid ist schöpferisch, alle Lust ist schöpferisch, alles Glück ist unfruchtbar, Narkotikum wider die schaffende Kraft“.  

Für diese Skulptur verwendete ich ein großes Alabasterstück, das ich auf dem Weg zum Gialiskaristrand (in der Nähe von Paleochora auf Kreta) fand und mit Hilfe von Freunden und viel Schweiß und Kraft heimtransportierte.

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