Seit März 2026 sitzt in Paleochora eine Meerjungfrau, eine Gorgona (η γόργονα) am Sandstrand. In der griechischen Sprache bezeichnet η γόργονα eine Meerjungfrau mit Fischschwanz. Diese Gorgona ist eine weise, große und starke Meerfrau mit einem Fischschwanz, mit dem sie durch das tiefblaue und türkisfarbene Mittelmeer schwimmt, wenn ihr danach ist.
Nun aber sitzt die Meerjungfrau am Pachia Ammos, an dem schönen Sandstrand, und schaut nachdenklich auf das Meer. Viele Jahre ist sie durch das lybische Meer und durch riesige Wälder von Neptungras geschwommen, hat Wale, Delfine, Schildkröten und viele andere Lebewesen getroffen. Warum ist sie nach Paleochora gekommen? Nun ja, erstens, es gibt viele nette Menschen in diesem schönen Ort. Zweitens ist die Küste mit den vielen schönen Stränden rund um Paleochora eine Augenweide. Und dann noch diese sagenhafte Aussicht auf das funkelnde türkisfarbene Meer, welches am Abend atemberaubende Sonnenuntergänge zaubert.
Es könnte gar nicht schöner sein, oder? Nun, würden wir die Meerjungfrau fragen, so würde sie antworten:
„Oberflächlich betrachtet stimmt es schon, doch unter der Meeresoberfläche hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Das Meer hat sich erwärmt, wird immer saurer, lauter und sehr viel Müll schwimmt herum. Das ist für uns Lebewesen im Meer schon stark herausfordernd und manchmal schlicht auch eine Frage des Überlebens. Die bunte Unterwasserwelt ist viel grauer geworden. Die bunten Algen sind nun überzogen von grauem Staub. Neue Artgenossen kommen aus wärmeren Meeren und sind nicht für alle eine Freude.“
Τι να κανούμε? Was können wir tun? „Nun die Kraft der Sonne des Windes und des Wasser zu nutzen, wäre eine gute Alternative, anstelle etwas zu verbrennen, was unsere Welt weiter erhitzt. Wie heißt es so schön: Here comes the sun!“
