Paleochora möchte mehr Kunst im öffentlichen Raum haben, und so hat sie den Bildhauer Gerhard Stelzhammer beauftragt, für den Ort eine Gorgona zu machen. Der Stein für diese Arbeit kommt aus Rokka, aus der Nähe von Kissamos, und ist ein Muschelsandstein. Wer genau hinschaut, wird noch die ein oder andere Muschel in der Skulptur finden.

Unbearbeit hatte der Stein so ungefähr zweieinhalb Tonnen, fertig wiegt sie immer noch etwas mehr als eine Tonne.

Anders als die meisten Bildhauer arbeitet Gerhard nicht nach Skizzen oder angefertigten Modellen, sondern nach dem Prinzip der „verlorenen Zeichnung“. Das heißt, die Skulptur wird in Umrissen direkt auf den Stein gezeichnet und das Material dann entlang der Umrisse abgetragen. Auf der so entstandenen neuen Form werden erneut Umrisse aufgezeichnet und das Material abgetragen. Dieser Prozess setzt sich so lange fort, bis nur mehr noch Details auszuführen sind.

Die Meerjungfrau ist eine sitzende starke Frau mit wehendem Haar, welches von den Winden des Meeres zerzaust ist. Die Augen sind geschlossen und geben der Skulptur etwas kontemplatives, nachdenkliches. Ein Arm liegt auf einer Amphore. Geschmückt wird die Amphore mit dem neuen Logo des Tourismusverbands Paleochoras. Neben der Amphore liegen ein paar Münzen. Der Künstler sieht sie als Symbol für den Schatz, den das Meer für Paleochora bedeutet.

Ausgeführt wurden die Metallarbeiten von Martin Stelzhammer, dem Sohn von Gerhard.

 

Der Umzug der Meerjungfrau fand im März 2026 statt. Wie immer ist es sehr aufregend, wenn die Skulptur ihre Geburtsstelle verlässt und an ihren Bestimmungsort gebracht wird. Ein Dank geht an die beiden Lastwagenfahrer, die die Skulptur sicher an ihren Ort gebracht haben.

 

Auf dem Foto sind neben dem Künstler Gerhard Stelzhammer, Nina Perakis und Stelios Kologridis vom Tourismusverband Paleochora und der stellvertretende Bürgermeister Nikos Drakakis zu sehen.