Bildhauer auf Kreta

Der Skulpturengarten bekommt Zuwachs

Der Charme des Skulpturengartens von Gerhard Stelzhammer besteht darin, dass die Skulpturen in einem alten Olivenhain stehen. Er ist wahrscheinlich vor etwa 80 Jahren entstanden. Die Olivenbäume sind etwa 10 – 15 Meter hoch. Damals wurden die Bäume noch mit einem Abstand von 8 bis 9 Metern gepflanzt. Dadurch entstehen lichtdurchflutete Räume, die alleenartig angereiht sind. Diese alten Bäume erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre, die je nach Sonnenstand anders wirken. Viele Vögel, Bienen und andere Tiere sind dort zu hören.

In den letzten Jahren wurden viele dieser alten Bäume gefällt, weil die neuen Sorten ertragreicher erscheinen und mit Maschinen geerntet werden können. Die alten Olivenbäume können nur mit Netzen geerntet werden. Dafür müssen sie nicht gegossen werden, da sie sehr tief wurzeln.

Im November 2020 erzählte ein Freund, dass ein alter Olivenhain abgeholzt werden soll. Dort standen uralte wunderschöne Olivenbäume. Sie waren mehrere hundert Jahre alt. Geschätzt wurden sie auf 500 – 800 Jahre. Laut seinen Angaben, könnte es sich um die ältesten Olivenbäume in Paleochora handeln.

Dieser Ort war magisch. Diese wunderschönen alten Bäume strahlten eine wundersame Atmosphäre aus. Gerhard hatte sofort die Idee, zwei dieser alten Bäume einen Alterswohnsitz im Skulpturengarten zu geben. Als er mit einigen Freunden von seiner Idee sprach, waren diese gleich bereit, die Aktion mit einer Olivenbaumpatenschaft zu unterstützen. So fanden sich etwa 20 Freundinnen und Freunde, die auf diese Weise, den Umzug finanzierten, der Ende November stattfand.

Es waren bewegende Momente als die beiden Riesen, jeweils mit einem Umfang von über 4,5 m mit schwerem Gerät nach Anidri in den Skulpturengarten gebracht wurden.

Anschließend wurden alle Wunden versorgt und die Bäume regelmäßig gegossen. Danach wurde sehnlichst gewartet, ob die alten Olibenbäume auch austreiben. Doch schon im Januar 2021 kamen die ersten Blätter. Es war eine große Freude, dass es die alten Bäume geschafft haben und nun eine neue Heimat gefunden haben.

In diesem Zeitraum haben wir einee Dokumentation mit dem Titel „Unsere Wälder – die Sprache der Bäume“ gesehen. Sehr empfehlenswert!